Der Traum eines jeden Werbungtreibenden ist es, alles über seine Rezipienten (also die, die seine Werbung sehen / hören / lesen / fühlen) zu wissen. Diesem Traum kommt die Werbeindustrie mit der Massenverbreitung und -nutzung von Social Networks ein gutes Stück näher. Dort geben die Nutzer freiwillig Auskunft über sich und ihre Hobbies, Interessen, Alter, Bildung, Herkunft, Sprachkenntnisse, etc.
Jetzt muss man nur noch diese Informationen gewinnbringend einsetzen. Und Targeting macht's möglich: Facebook kann seinen Werbekunden genau sagen, wieviele 23-jährige Wirtschaftsstudentinnen, die in Kalifornien leben, in einer Beziehung sind, gerne shoppen, Fans der Marken D&G und Diesel sind, die Werbung von Gap angeschaut haben. Anders herum gehts auch: Gap kann genau festlegen, dass seine Anzeigen nur auf den Seiten von den Nutzern auftauchen, die die oben genannten Kriterien erfüllen. Für solche Möglichkeiten sind Werber bereit, viel Geld zu bezahlen.
Jetzt muss man nur noch diese Informationen gewinnbringend einsetzen. Und Targeting macht's möglich: Facebook kann seinen Werbekunden genau sagen, wieviele 23-jährige Wirtschaftsstudentinnen, die in Kalifornien leben, in einer Beziehung sind, gerne shoppen, Fans der Marken D&G und Diesel sind, die Werbung von Gap angeschaut haben. Anders herum gehts auch: Gap kann genau festlegen, dass seine Anzeigen nur auf den Seiten von den Nutzern auftauchen, die die oben genannten Kriterien erfüllen. Für solche Möglichkeiten sind Werber bereit, viel Geld zu bezahlen.
Auf diesen Zug möchte jetzt auch StudiVZ, die größte deutsche Web-2.0-Seite, aufspringen. Ab Januar 2008 will man seinen Werbekunden ebenfalls Targeting anbieten, sagt StudiVZ-Chef Marcus Riecke. Zitat aus der FAZ: ""Wir folgen dem Nutzer mit Werbung, basierend auf seinen Daten. Dann wird die Werbung um ein Vielfaches erfolgreicher werden", hofft Riecke."
Bei einem Vortrag an meiner Hochschule im Sommer diesen Jahres hat der Chef von Holtzbrinck Ventures, Martin Weber, noch angekündigt, dass StudiVZ niemals die Daten seiner Nutzer an Werbungtreibende weitergeben würde. Natürlich gibt StudiVZ nicht die Nutzerdaten direkt an die Werbekunden weiter. Aber wenn man sagt: "Wir folgen dem Nutzer mit Werbung, basierend auf seinen Daten." besteht da aus meiner Sicht kein großer Unterschied mehr.
Mich hat die Aussage von Weber sowieso sehr überrascht. Schließlich hat man für StudiVZ viel Geld bezahlt. Da wird man alles dafür tun, um dieses Geld schnell wieder reinzubekommen. Wenn man schon mit herkömmlicher Banner-Werbung auf StudiVZ einen "mittleren einstelligen Millionenbetrag" (aus demselben FAZ-Artikel) erlösen kann, sollten die Perspektiven für Targeting-Werbung noch viel besser aussehen. Dass sich viele Nutzer dagegen sperren, ihre Daten den Werbekunden offenzulegen, wie StudiVZ es anbietet, glaube ich nicht.
Bei einem Vortrag an meiner Hochschule im Sommer diesen Jahres hat der Chef von Holtzbrinck Ventures, Martin Weber, noch angekündigt, dass StudiVZ niemals die Daten seiner Nutzer an Werbungtreibende weitergeben würde. Natürlich gibt StudiVZ nicht die Nutzerdaten direkt an die Werbekunden weiter. Aber wenn man sagt: "Wir folgen dem Nutzer mit Werbung, basierend auf seinen Daten." besteht da aus meiner Sicht kein großer Unterschied mehr.
Mich hat die Aussage von Weber sowieso sehr überrascht. Schließlich hat man für StudiVZ viel Geld bezahlt. Da wird man alles dafür tun, um dieses Geld schnell wieder reinzubekommen. Wenn man schon mit herkömmlicher Banner-Werbung auf StudiVZ einen "mittleren einstelligen Millionenbetrag" (aus demselben FAZ-Artikel) erlösen kann, sollten die Perspektiven für Targeting-Werbung noch viel besser aussehen. Dass sich viele Nutzer dagegen sperren, ihre Daten den Werbekunden offenzulegen, wie StudiVZ es anbietet, glaube ich nicht.
