Schreibt die ZEIT in ihrer akuellen Ausgabe. Das kann ich nur unterschreiben. Und sagen: Mir geht plumper Antiamerikanismus, wie er heutzutage in Mode ist, gehörig gegen den Strich.
Sonntag, 29. April 2007
USA nicht Eins A
"Der Antiamerikanismus ist eine neue globale Ideologie, die Leitkultur für den Protest gegen die herrschenden Verhältnisse, wie es über Jahrzehnte die verschiedenen Spielarten des Sozialismus waren."
Vorlesung? Nee, kein Bock
Bei mir an der Uni Mainz gibt es auch einen Professor Untat. Herr Prof Dr. Bronner hält da dieses Semester die BWL-Vorlesung "Unternehmensführung". Dabei lässt er aber nie einen Zweifel daran aufkommen, dass er es für unerhört hält, eine Vorlesung halten zu müssen. In der ersten Sitzung hat circa 10 mal darauf hingewiesen, dass er eh nicht davon ausgeht, dass die Studenten seiner Vorlseung mit großem Engagement folgen und er ja eigentlich auch besseres zu tun hätte. Deshalb kürzt er seine auf drei Stunden angesetzte Vorlesung auch auf eineinhalb Stunden.
Was kann man ihm auch anhaben? Er ist ja schließlich verbeamtet. Da kommt man schon so weit, dass man sich die FDP herbeiwünscht.
Was kann man ihm auch anhaben? Er ist ja schließlich verbeamtet. Da kommt man schon so weit, dass man sich die FDP herbeiwünscht.
Sonntag, 22. April 2007
Google über alles
Ich bin ja der Meinung, dass Google die Medienwelt momentan so sehr verändert, wie es in dieser Geschwindigkeit und Ausmaßen vorher noch nie passiert ist. Das Problem dabei: Wird Google vielleicht zu mächtig? Und entwickelt sich das Unternehmen zu einem Monopolisten?
Am Freitagabend lief auf arte im Rahmen des Themenabends "Die neuen Herren der Welt" eine hervorragende Dokumentation über den Aufstieg von Google. Was dabei besonders auffällt, dass in dem Film bzw. den Interviews kein Angehöriger von Google zu Wort kommt: Die kümmern sich nämlich nicht im geringsten um ihre Außendarstellung. Werbung in eigener Sache, PR-Maßnahmen? Nicht Googles Ding (der Artikel scheint mir 1:1 übersetzt zu sein, daher die miserable Qualität).
Am Freitagabend lief auf arte im Rahmen des Themenabends "Die neuen Herren der Welt" eine hervorragende Dokumentation über den Aufstieg von Google. Was dabei besonders auffällt, dass in dem Film bzw. den Interviews kein Angehöriger von Google zu Wort kommt: Die kümmern sich nämlich nicht im geringsten um ihre Außendarstellung. Werbung in eigener Sache, PR-Maßnahmen? Nicht Googles Ding (der Artikel scheint mir 1:1 übersetzt zu sein, daher die miserable Qualität).
Samstag, 21. April 2007
Amoklauf ohne "Killerspiele"?
Unglaublich, aber wahr: Beim Virginia-Amokläufer wurden doch tatsächlich KEINE "Killerspiele" gefunden. Was dazu wohl die Pädagogenverbände sagen? Bisher war doch klar: Zum Amokläufer wird man nur durch "Killerspiele". Ob das vielleicht doch nicht so ganz richtig war?
Donnerstag, 19. April 2007
Internet narrt repressive Regime
Meiner Meinung nach ist das Internet für alle Länder, in denen die herrschenden Regierungen / Regime versuchen, Kontrolle auf die veröffentlichten Meinungen auszuüben, eine riesige Befreiung. Denn das Internet lässt sich, so sehr man auch repressive Maßnahmen erlässt, nie hundertprozentig regulieren. Dazu ist die weltweite Nutzergemeinde einfach zu groß, zu pluralistisch, zu gut verlinkt, auch zu anarchistisch.
Gute Beispiele dafür liefert der aktuelle Economist: In Thailand und der Türkei wurden in letzter Zeit der Zugriff auf Youtube blockiert. Grund: Auf der Seite fanden sich Videos, die sich über die jeweiligen Staatsoberhäupter / Staatsgründer lustig machten. Das wollten sich die herrschenden Regierungen, verletzt in ihrem nationalistischen Eifer, nicht bieten lassen. Also dachte man sich in deren Regierungszimmern: Der Zugriff auf diese Seiten gehört verboten. Was dabei scheinbar nicht bedacht wurde: Ein Verbot von Seiten aufgrund deren Inhalts, vor allem wenn es sich um derart populäre wie Youtube handelt, führt nur zum Gegenteil.
Nun wurden die Nutzer erst recht neugierig auf das Verbotene, weltweit wurden massenweiße Kopien der betroffenen Videos angefertigt, die Zugriffe auf die entsprechenden Inhalte stieg massiv an.
Was lernt man daraus? Verbote von Inhalten bewirken das Gegenteil von dem, was sich die herrschenden Repressoren davon erhoffen. Verbote erhöhen die Neugier. Und Verbote lassen sich ohne großere Probleme umgehen. Außer, man lebt in China. Da ist das nicht ganz so einfach.
Nun wurden die Nutzer erst recht neugierig auf das Verbotene, weltweit wurden massenweiße Kopien der betroffenen Videos angefertigt, die Zugriffe auf die entsprechenden Inhalte stieg massiv an.
Was lernt man daraus? Verbote von Inhalten bewirken das Gegenteil von dem, was sich die herrschenden Repressoren davon erhoffen. Verbote erhöhen die Neugier. Und Verbote lassen sich ohne großere Probleme umgehen. Außer, man lebt in China. Da ist das nicht ganz so einfach.
Mittwoch, 18. April 2007
Warum die deutschen Blogger so zurückhängen
Fand ich sehr gut, weil aus meiner Sicht absolut zutreffend: Eine Kritik über die re:publica und deren Teilnehmer in der FAZ von heute.
Die besten Passagen:
Die besten Passagen:
"Neben der Menge weitgehend unbekannter, nicht selten lesenswerter Blogs gibt es eine zweistellige Zahl prominenter A-Blogs. Diese drehen sich derart raumgreifend um sich selbst, dass für die anderen kein Vorbeikommen ist. Die re:publica hätte ein Befreiungsschlag werden, sie hätte den Blick auf das politische, unterhaltende und informierende Potential von Weblogs lenken können. Stattdessen traten die üblichen Verdächtigen an: die Gastgeber und die digitale Boheme, die Journalisten Thomas Knüwer, Stefan Niggemeier und Mario Sixtus, der schockwellenreitende Jörg Kantel, der dauerpräsente Don Dahlmann und ein paar mehr.
Geredet haben sie über sich und ihre Blogs und über die anderen und deren Blogs. Man sollte sich unterhalten fühlen, wenn ein bärtiger untersetzter Promi-Blogger auf einer Bloggerkonferenz einen großen schlanken Promi-Blogger mit zu kurzem Sakko filmt und dabei wiederum von einem Blogger gefilmt wird, der außerhalb der Szene genauso unbekannt ist wie seine beiden Filmpartner. Mit solch typischen Inhalten wird man nie eine größere Leserschaft von sich überzeugen können, so man das denn will."
Geredet haben sie über sich und ihre Blogs und über die anderen und deren Blogs. Man sollte sich unterhalten fühlen, wenn ein bärtiger untersetzter Promi-Blogger auf einer Bloggerkonferenz einen großen schlanken Promi-Blogger mit zu kurzem Sakko filmt und dabei wiederum von einem Blogger gefilmt wird, der außerhalb der Szene genauso unbekannt ist wie seine beiden Filmpartner. Mit solch typischen Inhalten wird man nie eine größere Leserschaft von sich überzeugen können, so man das denn will."
Die hier A-Blogger Genannten definieren sich ja häufig über ihre Andersartigkeit gegenüber den "alten" Medien und sowieso gegenüber allem, was irgendwie nach Mainstream riecht. Was sie dabei nicht zu verstehen scheinen: Wenn man sich wirklich als Alternative zu den herkömmlichen Medien positionieren will und den "Citizen Journalism" wirklich etablieren wollte, müsste man seinen Fokus etwas weiter fassen. Und sich nicht nur ständig mit sich selbst, den Blogs seiner Bekannten und dem Thema Datenschutz befassen. Dann würden sich vielleicht auch ein paar andere Nutzer für Blogs interessieren. Bis das passiert, werden Blogs in Deutschland nur eine Randerscheinung bleiben. Und an diesem Zustand hat die Blogospäre selber einen großen Anteil.
Sagt auch der Martin Schoeb von der FAZ:
"Ohne Selbstbezüge und ohne die Bezugsgröße Print würden die meisten meinungsführenden Blogs - und zwar nur diese - in sich zusammenfallen wie ein Heißluftballon ohne Flamme. Bis es so weit ist, bleibt der Blog-Olymp für Neulinge nahezu unzugänglich; dort kennt man sich, man zitiert und kommentiert sich, spricht denselben Jargon, schreibt über sich und die Medien und bleibt so konsequent unterhalb der Aufmerksamkeitsschwelle all jener Leser, die ihr Leben nicht im Netz verbringen."
Da kann ich ihm nur zustimmen. Dieses völlige Abgehen eines Blicks über den Tellerrand liegt wohl auch an der Lebenssituation vieler Blogger. Wer sich ständig nur in Prenzlauer Berg oder Friedrichshain aufhält und nur mit seinesgleich in Berührung kommt, verliert irgendwann den Blick für den Rest der Republik (und den Rest der Online-Welt). Und da ein Großteil der Blogger auch noch der materiell nicht gerade blendend dastehenden digitalen Boheme angehört, entlädt sich in dem ständigen Polemisieren gegen "die anderen" (also die Printmedien, die Gesellschaft, etc.) wohl auch eine gewisse Portion Frust.
Schade eigentlich, denn die USA machen vor, wie eine funktionierende und vitale Blogosphäre einen postitiven Wandel im Mediensystem auslösen können. Aber davon sind wir hierzulande noch meilenweit entfernt.
Schade eigentlich, denn die USA machen vor, wie eine funktionierende und vitale Blogosphäre einen postitiven Wandel im Mediensystem auslösen können. Aber davon sind wir hierzulande noch meilenweit entfernt.
Montag, 16. April 2007
Neues von Christiane zu Salm
Ich frage mich ja immer, ob Christiane zu Salm eigentlich ihre eigenen Produkte auch mal etwas länger anschaut. Sagen wir mal so zwei Stunden am Stück. Wohl eher nicht. Passt auch irgendwie nicht zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau, sich mit so etwas abzugeben.
Für mich ist Frau zu Salm vor allem jemand, der vorgemacht hat, wie man aus Scheiße Gold machen kann. Dazu muss man einfach nur den armen Hartz-IV-Empfängern vorgaukeln, sie könnten mal so eben ein paar Tausend Euro gewinnen. Dass das dann doch etwas länger dauern kann und die Gewinnchancen auch schon mal gegen null gehen, kriegen die ja eh nicht raus, dachte sich die gewitzte Frau zu Salm. Und Recht hat sie: Innerhalb von ein paar Jahren hat sie 9Live (Selbstdarstellung: "Innovationsführer im interaktiven Fernsehen") zu einer sehr wohlhabenden Frau gemacht - ProSiebenSat.1 sei dank.
Und jetzt geht Frau zu Salm unter die Finanzinvestoren: Sie will junge Startups unterstützen. Hoffentlich ist da kein weiteres Geschäftsmodell à la 9LIve dabei. Aber bei der smarten Frau zu Salm weiß man nie. Wenn es denn nur genug Geld verspricht, wird investiert. Selber schauen muss man so einen Schund ja nicht.
Für mich ist Frau zu Salm vor allem jemand, der vorgemacht hat, wie man aus Scheiße Gold machen kann. Dazu muss man einfach nur den armen Hartz-IV-Empfängern vorgaukeln, sie könnten mal so eben ein paar Tausend Euro gewinnen. Dass das dann doch etwas länger dauern kann und die Gewinnchancen auch schon mal gegen null gehen, kriegen die ja eh nicht raus, dachte sich die gewitzte Frau zu Salm. Und Recht hat sie: Innerhalb von ein paar Jahren hat sie 9Live (Selbstdarstellung: "Innovationsführer im interaktiven Fernsehen") zu einer sehr wohlhabenden Frau gemacht - ProSiebenSat.1 sei dank.
Und jetzt geht Frau zu Salm unter die Finanzinvestoren: Sie will junge Startups unterstützen. Hoffentlich ist da kein weiteres Geschäftsmodell à la 9LIve dabei. Aber bei der smarten Frau zu Salm weiß man nie. Wenn es denn nur genug Geld verspricht, wird investiert. Selber schauen muss man so einen Schund ja nicht.
Westliche Medien und russische Pressefreiheit
Was passiert, wenn sich westliche Medienmultis in unfreie Länder expandieren wollen? Sie passen auf, dass sie es sich nicht mit dem dortigen Regime verscherzen.
Dieses Wochenende sollten friedliche Demonstrationen gegen das herrschende russische Regime stattfinden. Dabei nahmen die russischen Spezialeinheiten Omon gezielt Journalisten fest - auch westliche. Sie wurden ohne Angabe von Gründen teils mehrere Stunden festgehalten. Ziel des Ganzen: Die Berichterstattung über die größte noch anstehende Demonstration verhindern. Da wurde dann nämlich munter auf die Protestierenden eingeknüppelt.
Und da z.B. Springer kräftig in Onkel Putins Reich expandieren, hielt man die eigenen Blätter - in Russland sowieso, aber auch hierzulande - mit Kritik dezent zurück. Schließlich sollen die gut laufenden Geschäfte nicht durch allzu aufrichtige, eventuell sogar die Pressefreiheit verteidigende, Berichterstattung behindert werden. Was für Regierungen gilt, die es sich nicht mit dem Rohstofflieferanten überwerfen wollen und deshalb bei offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen lieber schweigen, gilt scheinbar auch für Medienunternehmen: Im Zweifel geht immer Geld vor Aufrichtigkeit.
Dieses Wochenende sollten friedliche Demonstrationen gegen das herrschende russische Regime stattfinden. Dabei nahmen die russischen Spezialeinheiten Omon gezielt Journalisten fest - auch westliche. Sie wurden ohne Angabe von Gründen teils mehrere Stunden festgehalten. Ziel des Ganzen: Die Berichterstattung über die größte noch anstehende Demonstration verhindern. Da wurde dann nämlich munter auf die Protestierenden eingeknüppelt.
Und da z.B. Springer kräftig in Onkel Putins Reich expandieren, hielt man die eigenen Blätter - in Russland sowieso, aber auch hierzulande - mit Kritik dezent zurück. Schließlich sollen die gut laufenden Geschäfte nicht durch allzu aufrichtige, eventuell sogar die Pressefreiheit verteidigende, Berichterstattung behindert werden. Was für Regierungen gilt, die es sich nicht mit dem Rohstofflieferanten überwerfen wollen und deshalb bei offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen lieber schweigen, gilt scheinbar auch für Medienunternehmen: Im Zweifel geht immer Geld vor Aufrichtigkeit.
Samstag, 14. April 2007
Nazi-Gegner Filbinger?
Ein Grund mehr, niemals seine Stimme der CDU zu geben: Für mich ist das, was Günther Oettinger in der Trauerrede über seinen Vor-Vorgänger im Amt, Hans Filbinger, gesagt hat, ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer des Nazirichters wie alle anderen Menschen, die im NS-Regime wirklich Widerstand geleistet haben.
Filbinger war ein oppurtinistischer Mitläufer, der auch in der Endphase des Krieges nicht davor zurückschreckte, Todesurteile gegen Deserteure auszusprechen und Exekutionen beizuwohnen. Außerdem war er Mitglied in der NSDAP und hat sich in seiner Studentenzeit mit rassistischen Aufsätzen hervorgetan.
Das schlimme bei ihm ist, dass er zu keinerlei Einsicht fähig ist. Selbst nachdem er 1978 von seinem Posten als Ministerpräsident zurückgetreten ist, kommt es Filbinger nicht in den Sinn, seine Untaten einzusehen. Stattdessen hat er sich lieber darum gekümmert, seine rechtsnationalen Einsichten weiterhin zu verbreiten. Auf seine Untaten in der Endphase des Krieges angesprochen, antwortete Filbinger: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." Dass er NS-Gesetze als "Recht" ansieht und offenbar auch danach gehandelt hat, sagt eigentlich schon genug über ihn aus.
Der Gipfel der Dreistigkeit ist nun die Rede von Schnellsprecher Oettinger, der Filbinger doch tatsächlich als Widerstandskämpfer darstellen will. Widerstandskämpfer wird man aber nicht dadurch, dass man - entgegen aller Fakten - im Nachhinein zu einem solchen erklärt wird. Sondern durch Taten. Und die hat Filbinger nie und nimmer vollbracht. Er ist vielmehr das klassische Beispiel des "Furchtbaren Juristen", der sich ohne jegliche Reue dem NS-Regime angedient hat, solange für ihn dabei gute Posten herauspringen. Und nach dem Krieg war dann die CDU das Auffangbecken für derartige Opportunisten. Hauptsache die Karriere geht weiter. Dass Filbinger nach wie vor Ehrenvorsitzender der CDU ist, sagt eigentlich schon alles über diese Partei.
Dass Oettinger wegen seinen Aussagen aus dem Amt fliegt, halte ich für unwahrscheinlich. Auch wenn ich mich der Meinung von Ralph Giordano nur anschließen kann. Am Ende hilft wahrscheinlich eh nur eins: Oettinger stürzen!
Filbinger war ein oppurtinistischer Mitläufer, der auch in der Endphase des Krieges nicht davor zurückschreckte, Todesurteile gegen Deserteure auszusprechen und Exekutionen beizuwohnen. Außerdem war er Mitglied in der NSDAP und hat sich in seiner Studentenzeit mit rassistischen Aufsätzen hervorgetan.
Das schlimme bei ihm ist, dass er zu keinerlei Einsicht fähig ist. Selbst nachdem er 1978 von seinem Posten als Ministerpräsident zurückgetreten ist, kommt es Filbinger nicht in den Sinn, seine Untaten einzusehen. Stattdessen hat er sich lieber darum gekümmert, seine rechtsnationalen Einsichten weiterhin zu verbreiten. Auf seine Untaten in der Endphase des Krieges angesprochen, antwortete Filbinger: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein." Dass er NS-Gesetze als "Recht" ansieht und offenbar auch danach gehandelt hat, sagt eigentlich schon genug über ihn aus.
Der Gipfel der Dreistigkeit ist nun die Rede von Schnellsprecher Oettinger, der Filbinger doch tatsächlich als Widerstandskämpfer darstellen will. Widerstandskämpfer wird man aber nicht dadurch, dass man - entgegen aller Fakten - im Nachhinein zu einem solchen erklärt wird. Sondern durch Taten. Und die hat Filbinger nie und nimmer vollbracht. Er ist vielmehr das klassische Beispiel des "Furchtbaren Juristen", der sich ohne jegliche Reue dem NS-Regime angedient hat, solange für ihn dabei gute Posten herauspringen. Und nach dem Krieg war dann die CDU das Auffangbecken für derartige Opportunisten. Hauptsache die Karriere geht weiter. Dass Filbinger nach wie vor Ehrenvorsitzender der CDU ist, sagt eigentlich schon alles über diese Partei.
Dass Oettinger wegen seinen Aussagen aus dem Amt fliegt, halte ich für unwahrscheinlich. Auch wenn ich mich der Meinung von Ralph Giordano nur anschließen kann. Am Ende hilft wahrscheinlich eh nur eins: Oettinger stürzen!
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