Eine der interessantesten Auswirkungen des Internets auf die (Medien-)Wirtschaft ist Konvergenz. Telekoms, klassische Medienkonzerne, Internet-Unternehmen, Mobilfunker, alle kommen sie aus unterschiedlichen Richtungen, und alle tummeln sie sich zusehends auf den gleichen Märkten (zumindest im Internet) und entwickeln dabei völlig neue Konkurrenz- und Kooperationsmodelle.
Das klassische Beispiel hierfür sind wohl Google und Microsoft. Kerngeschäft von Google: Internet-Suche und dazu passende Werbung. Kerngeschäft von Microsoft: Software für PCs. Das Internet macht es möglich, dass diese beiden Unternehmen trotzdem zu Erzrivalen werden, obwohl sie eigentlich auf zwei völlig unterschiedlichen Märkten agieren. Microsoft steigt in das (hochlukrative) Geschäft mit der Vermarktung von Suchmaschinen-Werbung (und der dazugehörigen Suchmaschine) ein, Google greift Microsoft im Gegenzug bei Office-Software an (Docs, Spreadsheets, Präsentationen als SaaS-Angebot).
Anderes Beispiel: IPTV macht's möglich, dass die Telekom selber ins Inhalte-Geschäft einsteigt (etwa mit der Übertragung der Bundesliga via Internet) und somit zum Konkurrenten von klassischen Fernsehsendern wird. Das war vor zehn Jahren noch undenkbar, ist aber toll. Denn: Konkurrenz belebt das Geschäft. Als Nutzer kann man sich darüber nur freuen.
Und dann ein aktuelles - und meiner Meinung nach das bedeutendste - Beispiel: Google gegen Nokia. Mittlerweile wird in der Werbewirtschaft unisono behauptet, das nächste große Ding heißt Mobile Advertising: Da kann man dem Nutzer nicht nur Werbung gemäß seinem Profil aufs Display spielen, sondern zusätzlich auch noch gemäß seinem Aufentahltsort. Die Tatsache, dass Mobile Advertising so enorme Wachstums- und Umsatzpotentiale vorhergesagt werden, führt dazu, dass sich auf diesem Markt wiederum grundverschiedene Unternehmen einnisten, die, wie bei obigen Beispielen auch, aus völlig gegensätzlichen Richtungen kommen: Das Werbeunternehmen und der Handy-Hersteller.
Beide haben Know-How im Umgang mit Handy-Software. Nokia ist Marktführer (über Symbian) bei Handy-Betriebssystemen, Google betreibt mit großem Aufwand seinen Einstieg auf diesem Gebiet (bei den Plänen für ein angebliches Google-Phone handelt es sich offensichtlich nicht um ein Gerät, sondern um ein Betriebssystem). Beide wollen unabhängiger von ihrem Kerngeschäft werden, dass sie jeweils dominieren: Google ist weltweiter Marktführer bei Suchmaschinen, Nokia ist Weltmarktführer bei Handys.
Dass Google, nachdem es bereits circa 60 Prozent aller weltweiten Suchanfragen verarbeitet, seine Wachstumsmöglichkeiten auf diesem Gebiet langsam ausgereizt sieht, steht außer Frage (auch wenn der Gesamtmarkt nach wie vor rasant weiter wächst). Logische Konsequenz: Der Eintritt in das noch fast unerschlossene Gebiet Mobile Advertising.
Bei Nokia fügt sich der Schritt in die neue Gesamtstrategie des Konzerns: Weg vom reinen Hardware-Hersteller, hin zum Software-Dienstleister und Internet-Unternehmen. Dazu passt auch das angekündigte Nokia-Social-Network und ein eigener Internet-Shop für Handy-Spiele und Mp3, als Konkurrenz zu Apples iStore. Ebenso wie die größte Übernahme der Firmengeschichte, der Kauf des Karten-Anbieters Navteq für 8,1 Mrd. $ (der auch Material für Google Maps und Earth liefert).
Logische Konsequenz des Ganzen: Google und Nokia stehen sich auf dem Mobilen Werbemarkt als Konkurrenten gegenüber. Dass Nokia ernsthaft den Einstieg in dieses Geschäft betreibt, steht angesichts der jüngsten Übernahmen wohl außer Frage. Ich finde, dass wird in Zukunft eine der spannendsten Geschichten sein - sowohl im Hinblick auf die Entwicklung des (mobilen) Internets als auch im Hinblick auf die zunehmende Konvergenz im Mediensektor.
Das klassische Beispiel hierfür sind wohl Google und Microsoft. Kerngeschäft von Google: Internet-Suche und dazu passende Werbung. Kerngeschäft von Microsoft: Software für PCs. Das Internet macht es möglich, dass diese beiden Unternehmen trotzdem zu Erzrivalen werden, obwohl sie eigentlich auf zwei völlig unterschiedlichen Märkten agieren. Microsoft steigt in das (hochlukrative) Geschäft mit der Vermarktung von Suchmaschinen-Werbung (und der dazugehörigen Suchmaschine) ein, Google greift Microsoft im Gegenzug bei Office-Software an (Docs, Spreadsheets, Präsentationen als SaaS-Angebot).
Anderes Beispiel: IPTV macht's möglich, dass die Telekom selber ins Inhalte-Geschäft einsteigt (etwa mit der Übertragung der Bundesliga via Internet) und somit zum Konkurrenten von klassischen Fernsehsendern wird. Das war vor zehn Jahren noch undenkbar, ist aber toll. Denn: Konkurrenz belebt das Geschäft. Als Nutzer kann man sich darüber nur freuen.
Und dann ein aktuelles - und meiner Meinung nach das bedeutendste - Beispiel: Google gegen Nokia. Mittlerweile wird in der Werbewirtschaft unisono behauptet, das nächste große Ding heißt Mobile Advertising: Da kann man dem Nutzer nicht nur Werbung gemäß seinem Profil aufs Display spielen, sondern zusätzlich auch noch gemäß seinem Aufentahltsort. Die Tatsache, dass Mobile Advertising so enorme Wachstums- und Umsatzpotentiale vorhergesagt werden, führt dazu, dass sich auf diesem Markt wiederum grundverschiedene Unternehmen einnisten, die, wie bei obigen Beispielen auch, aus völlig gegensätzlichen Richtungen kommen: Das Werbeunternehmen und der Handy-Hersteller.
Beide haben Know-How im Umgang mit Handy-Software. Nokia ist Marktführer (über Symbian) bei Handy-Betriebssystemen, Google betreibt mit großem Aufwand seinen Einstieg auf diesem Gebiet (bei den Plänen für ein angebliches Google-Phone handelt es sich offensichtlich nicht um ein Gerät, sondern um ein Betriebssystem). Beide wollen unabhängiger von ihrem Kerngeschäft werden, dass sie jeweils dominieren: Google ist weltweiter Marktführer bei Suchmaschinen, Nokia ist Weltmarktführer bei Handys.
Dass Google, nachdem es bereits circa 60 Prozent aller weltweiten Suchanfragen verarbeitet, seine Wachstumsmöglichkeiten auf diesem Gebiet langsam ausgereizt sieht, steht außer Frage (auch wenn der Gesamtmarkt nach wie vor rasant weiter wächst). Logische Konsequenz: Der Eintritt in das noch fast unerschlossene Gebiet Mobile Advertising.
Bei Nokia fügt sich der Schritt in die neue Gesamtstrategie des Konzerns: Weg vom reinen Hardware-Hersteller, hin zum Software-Dienstleister und Internet-Unternehmen. Dazu passt auch das angekündigte Nokia-Social-Network und ein eigener Internet-Shop für Handy-Spiele und Mp3, als Konkurrenz zu Apples iStore. Ebenso wie die größte Übernahme der Firmengeschichte, der Kauf des Karten-Anbieters Navteq für 8,1 Mrd. $ (der auch Material für Google Maps und Earth liefert).
Logische Konsequenz des Ganzen: Google und Nokia stehen sich auf dem Mobilen Werbemarkt als Konkurrenten gegenüber. Dass Nokia ernsthaft den Einstieg in dieses Geschäft betreibt, steht angesichts der jüngsten Übernahmen wohl außer Frage. Ich finde, dass wird in Zukunft eine der spannendsten Geschichten sein - sowohl im Hinblick auf die Entwicklung des (mobilen) Internets als auch im Hinblick auf die zunehmende Konvergenz im Mediensektor.