Nachdem Microsoft sich jahrelang mit einem geringen zweistelligen Anteil am Online-Werbemarkt zufrieden geben musste, ist es Steve Ballmer und Co jetzt wohl zu bunt geworden. Microsoft nimmt mit der 44,6-Milliarden-Dollar-Offerte für Yahoo die größte Übernahme in dessen Firmengeschichte ins Visier. Angesichts des heftigen Aufpreises gegenüber des gestrigen Schlusskurses, den Microsoft bereit ist, für Yahoo zu zahlen, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Yahoo-Aktionäre dem Deal zustimmen werden.
Was daran deutlich wird, ist wie vehement Microsoft seinen Einstieg in das Online-Werbegeschäft betreibt und sich an der Dominanz von Google reibt. Lustig ist dabei, dass Microsoft, mit einem quasi monopolartigen Anteil von 90 Prozent bei Betriebssystemen, sich ständig über Googles "unfaire" Marktdominanz bewschwert.
Wie bedrohlich Microsoft Google mittlerweile wahrnimmt, ließ sich bereits 2007 beobachten, als Google den führenden Anbieter von Banner-Werbung (Doubleklick) für 3,1 Milliarden Dollar übernahm. Microsoft hatte um Doubleclick mitgeboten, wurde aber scheinbar von Googles Entschlossenheit überrascht. Kurz danach gab Micrsoft dann 6 Milliarden Dollar für die aQuantive-Holding aus, zu der einige der größten weltweit operierenden Online-Werbeagenturen gehören. Da hatten den Redmonder scheinbar schon das erste Mal kalte Füße.
Dass Microsoft jetzt so dermaßen viel für Yahoo bezahlen will (immerhin 62 Prozent über dem Kurs der Yahoo-Aktie vor Bekanntwerden des Übernahmeangebots), entspricht quasi einer Wiederholung des Doubleclick-Aquantive-Rennens. Microsoft ist unzufrieden mit dem, was sie haben, und ist bereit, für externes Wachstum sehr viel Geld, teilweise jenseits aller fairen Markt-Bewertungen, zu zahlen. Diese Erkenntnis kam wohl, nachdem Microsoft es durch organisches (also vom Unternehmen selbst erbrachtes) Wachstum nicht geschafft hat, den Markt der Internet-Werbung auch nur annähernd zu erobern.
Das Besondere an diesem Deal ist vor allem, dass Online-Werbung eigentlich nicht zum Kerngeschäft von Microsoft gehört. Das waren und sind nach wie vor Betriebssysteme und Arbeitssoftware. Nachdem der Konzern aber bereits mit seiner Xbox einen dem Kerngeschäft fernen Markt erobert hatte, will dessen Führungsriege das nun scheinbar bei der Online-Werbung wiederholen. Die nötigen liquiden Mittel für Investitionen hat Microsoft locker auf der hohen Kante.
Microsofts Begründung der Übernahme kann man in einem offenen Brief von Steve Ballmer an den Yahoo-Aufsichtsrat nachlesen. Das aus Microsoft-Sicht scheinbar wichtigste Argument: Eine Kombination von Yahoo und Microsoft bietet Größenvorteile, also quasi Kosten-Einsparungspotential bei unverminderter Leistungserbringung, mit denen man Google angreifen kann (lustigerweise wird der Name "Google" in dem ganzen Brief nicht einmal verwendet, obwohl mehrmals offensichtlich auf den Konkurrenten hingewiesen wird).
Was bedeutet das für den Rest der Branche? Google gerät zum ersten Mal in dessen Firmengeschichte ernsthaft unter Druck und sieht sich mit der Kombination von Microsoft-Geld und Yahoo-Technik einem ernsten Konkurrenten gegenüber. Dass Google in den nächsten Jahren mehr kämpfen muss, als das bisher der Fall war, zeigt sich bereits am schwächelnden Aktienkurs der Kalifornier. Noch dazu hat Google im vierten Quartal sogar leicht die Analystenschätzungen verfehlt - sehr ungewöhnlich für die erfolgsverwöhnten Marktführer.
Bei Yahoo werden neben den angekündigten 1.000 Stellenstreichungen sehr wahrscheinlich noch weitere Arbeitsplätze wegfallen - was ja fast immer bei Übernahmen durch die enstehenden Synergien möglich wird. Und AOL wird nach seiner Umwidmung zu einem Internet-Werbeunternehmen plötzlich wieder zu einem potentiellen attraktiven Übernahmekandidaten - ablesbar am springenden Aktienkurs von TimeWarner, der Mutter von AOL.
Was daran deutlich wird, ist wie vehement Microsoft seinen Einstieg in das Online-Werbegeschäft betreibt und sich an der Dominanz von Google reibt. Lustig ist dabei, dass Microsoft, mit einem quasi monopolartigen Anteil von 90 Prozent bei Betriebssystemen, sich ständig über Googles "unfaire" Marktdominanz bewschwert.
Wie bedrohlich Microsoft Google mittlerweile wahrnimmt, ließ sich bereits 2007 beobachten, als Google den führenden Anbieter von Banner-Werbung (Doubleklick) für 3,1 Milliarden Dollar übernahm. Microsoft hatte um Doubleclick mitgeboten, wurde aber scheinbar von Googles Entschlossenheit überrascht. Kurz danach gab Micrsoft dann 6 Milliarden Dollar für die aQuantive-Holding aus, zu der einige der größten weltweit operierenden Online-Werbeagenturen gehören. Da hatten den Redmonder scheinbar schon das erste Mal kalte Füße.
Dass Microsoft jetzt so dermaßen viel für Yahoo bezahlen will (immerhin 62 Prozent über dem Kurs der Yahoo-Aktie vor Bekanntwerden des Übernahmeangebots), entspricht quasi einer Wiederholung des Doubleclick-Aquantive-Rennens. Microsoft ist unzufrieden mit dem, was sie haben, und ist bereit, für externes Wachstum sehr viel Geld, teilweise jenseits aller fairen Markt-Bewertungen, zu zahlen. Diese Erkenntnis kam wohl, nachdem Microsoft es durch organisches (also vom Unternehmen selbst erbrachtes) Wachstum nicht geschafft hat, den Markt der Internet-Werbung auch nur annähernd zu erobern.
Das Besondere an diesem Deal ist vor allem, dass Online-Werbung eigentlich nicht zum Kerngeschäft von Microsoft gehört. Das waren und sind nach wie vor Betriebssysteme und Arbeitssoftware. Nachdem der Konzern aber bereits mit seiner Xbox einen dem Kerngeschäft fernen Markt erobert hatte, will dessen Führungsriege das nun scheinbar bei der Online-Werbung wiederholen. Die nötigen liquiden Mittel für Investitionen hat Microsoft locker auf der hohen Kante.
Microsofts Begründung der Übernahme kann man in einem offenen Brief von Steve Ballmer an den Yahoo-Aufsichtsrat nachlesen. Das aus Microsoft-Sicht scheinbar wichtigste Argument: Eine Kombination von Yahoo und Microsoft bietet Größenvorteile, also quasi Kosten-Einsparungspotential bei unverminderter Leistungserbringung, mit denen man Google angreifen kann (lustigerweise wird der Name "Google" in dem ganzen Brief nicht einmal verwendet, obwohl mehrmals offensichtlich auf den Konkurrenten hingewiesen wird).
Was bedeutet das für den Rest der Branche? Google gerät zum ersten Mal in dessen Firmengeschichte ernsthaft unter Druck und sieht sich mit der Kombination von Microsoft-Geld und Yahoo-Technik einem ernsten Konkurrenten gegenüber. Dass Google in den nächsten Jahren mehr kämpfen muss, als das bisher der Fall war, zeigt sich bereits am schwächelnden Aktienkurs der Kalifornier. Noch dazu hat Google im vierten Quartal sogar leicht die Analystenschätzungen verfehlt - sehr ungewöhnlich für die erfolgsverwöhnten Marktführer.
Bei Yahoo werden neben den angekündigten 1.000 Stellenstreichungen sehr wahrscheinlich noch weitere Arbeitsplätze wegfallen - was ja fast immer bei Übernahmen durch die enstehenden Synergien möglich wird. Und AOL wird nach seiner Umwidmung zu einem Internet-Werbeunternehmen plötzlich wieder zu einem potentiellen attraktiven Übernahmekandidaten - ablesbar am springenden Aktienkurs von TimeWarner, der Mutter von AOL.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen